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Hallo,

ich bin Ulrike Blatter, Rechtsmedizinerin mit psychotherapeutischer Weiterbildung und freie Autorin. Ich arbeitete u.a. als Dorfärztin, in der Geburtshilfe und als Hausärztin in einer Suchtberatungsstelle. Seit vielen Jahren begleite ich psychosoziale Projekte in Bosnien und unterstütze als interkulturelle Mentorin junge Menschen auch in Deutschland. All diese Themen finden sich auch in meinem literarischen Schreiben.

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Meine Themen:


Lebenslauf als Hürdenlauf: Vom Arbeiterkind zur Ärztin. Aufsteigen oder aussteigen?

Wie es ist, wenn man nirgends richtig dazugehört. Ich war die erste in unserer Familie, die Abitur machte und studierte. Danach kamen Mehrfachbelastung bis zum Burnout, Familienleben zwischen drei Ländern und Diabetes 2. Was war meine Rettung?

  • Bin ich der Klassenfeind auf dem alten Klassenfoto? Aufgewachsen im sozialen Brennpunkt, ging es mit dem Bus nicht nur aufs Gymnasium, sondern in ein anderes Universum. Wie es ist, die Erste zu sein und nirgends Rollenvorbilder zu haben.
  • Beruf – Berufung – Berufswechsel: von der Ärztin zur Psychotherapeutin und Buchautorin. Oder: Warum Karriere Mist sein kann und sich Umwege trotzdem lohnen.
  • Gesundheit geht nur ganzheitlich: Wie ich die Wurzeln meiner Depression erkannte und gleichzeitig meinen Diabetes behandelte.
  • Leben mit PTSD: Eigentlich kannte ich es nicht anders: schon in meiner Kindheit „saß“ das Trauma mit am Familientisch. Durch meine Arbeit als Rechtsmedizinerin und auf dem Drogenkiez litt ich jahrelang unter posttraumatischen Symptomen, beachtete dies jedoch nicht, sondern betreute Projekte für traumatisierte Menschen in Bosnien und Kosovo – bis es irgendwann nicht mehr ging. Wie schafft man es trotzdem vertrauensvolle und liebevolle Beziehungen aufzubauen – zu sich selbst und zu anderen? Wie gelingt es nicht nur zu überleben, sondern tatsächlich Lebensqualität zurückzugewinnen?

Biographiearbeit: Wenn das Trauma am Familientisch sitzt. Ist Überleben alles?

Ich schreibe über starke Frauen, Hochstapler, Retter, Überlebenskünstler. Die Wurzel meiner Recherchen ist intensive Biographiearbeit, die mehr zum Vorschein bringt als „Opferprosa“. Wie man den eigenen roten Faden findet und innere Drehbücher umschreibt. Wie man Familienmythen enttarnt und wagt, Tabus anzusprechen. Und ganz nebenbei viel über Geschichte lernt.

  • Gibt es Trümmerfrauen für die Seele? – Nicht nur nach Kriegen bleiben Narben: wenn Traumatisierung zur Familien(un)kultur gehören, geht die seelische Aufräumarbeit über Generationen.
  • Wenn ich es aufschreibe, ist der Schmerz weg. Wirklich? Funktioniert Biographiearbeit als (Selbst)Therapie? – Chancen und Grenzen (Erfahrungen mit Ghostwriting, Schreibwerkstätten mit SeniorInnen und Tiefeninterviews mit ZeitzeugInnen).
  • Ich kann mir (fast) nichts ausdenken – und schreibe trotzdem Romane. Diskussionen mit einem IS-Kämpfer. Fragen einer Frau kurz nach der Vergewaltigung. Das Klicken, wenn eine Waffe entsichert wird, in die du schaust. Wie viel echtes Leben verträgt Literatur? Und wo endet Recherche?   

Interkulturelles Mentoring: Aus dem Bunker an die Uni. Wie finden wir eine gemeinsame Sprache?

Wenn man Brücken bauen will zu traumatisierten Menschen aus anderen Kulturen, muss man viel mehr übersetzen als nur Vokabeln. Eine gemeinsame Sprache finden – was heißt das konkret?  

  • Mentoring ist keine Einbahnstraße:  Gemeinsam lachen, kämpfen, weinen und immer wieder aufstehen – Mentoring ist so viel mehr als „nur helfen“. Ganz egal ob als Mentee oder Mentorin – dieses Thema begleitet mich seit der Schulzeit und wurde zu einer steten Kraftquelle in meinem Leben.
  • Hilfe zur Selbsthilfe – nur ein Schlagwort oder wie geht das konkret? Projekte direkt in den Herkunftsländern oder doch lieber Starthilfe für junge Menschen in Deutschland? Beides kann richtig sein. 1999 begann ich gemeinsam mit einer Handvoll Fachleute Projekte gegen Sucht in Kosovo und Bosnien aufzubauen. Dabei starteten wir „unter Null“. Alle Projekte arbeiten noch heute erfolgreich. In Deutschland begleitete ich Mentees aus Bosnien, Syrien, Libanon und Algerien, zu denen ich auch heute noch regelmäßig Kontakt habe.

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