Steckbrief

Mein kriminell spannender Lebenslauf:

Geboren im Mai – wann sonst.
In Köln – wo sonst?
Und dann?
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Es begann alles ganz harmlos: während der Schulzeit schrieb ich Gedichte und es gab erste kleinere Veröffentlichungen.

Das nächste größere Prosastück war, wie ich ehrlicherweise gestehen muss, meine Doktorarbeit – und die ließ bereits Schlimmes ahnen: ich promovierte in der Rechtsmedizin.

Das ‘Handwerk’ der Rechtsmedizin und Psychiatrie erlernte ich in der Schweiz. Schwiizerdütsch zu lernen war für mich, als Rheinländerin, eine echte Herausforderung.  Aber schließlich war ich auch nachts um zwei in der Lage, drogenbetörte Notfallpatienten in ihrer ureigenen Sprache anzusprechen.

Der Wechsel blieb auch in den nächsten Jahren eine wichtige Konstante in meinem Leben.

Gemeinsam mit meiner wachsenden Familie zog ich nach Slowenien, um dort einige Jahre länger zu bleiben, als ursprünglich geplant. Eine wahrhaft prägende Zeit!

Der Kosovokrieg war die nächste wichtige Zäsur in meinem Leben. Er fand quasi vor unserer Haustür statt und ich konnte nicht länger nur einfach zusehen: Nach dem Krieg begann mein ehrenamtliches Enagegement für suchtgefährdete Jugendliche in Bosnien und traumatisierte Frauen in Kosovo. Meine beruflichen Kompetenzen konnte ich hier voll einsetzen. Schriftstellerisch gesehen, fand diese Zeit ihren Ausdruck in den beiden Romanen “Der Mann, der niemals töten wollte” und in “Nur noch das nackte Leben”.

Zurück in Deutschland zeigte sich, dass man auf der sprichwörtlichen ‘schiefen Bahn’ tatsächlich immer weiter rutscht. Manchmal aber auch nach oben: Weitere Kurzkrimis erschienen und Schreibstipendien überbrückten so manche Durststrecke.

Vor allem machten mir meine LeserInnen immer wieder Mut weiterzumachen.

Inzwischen schreibe ich auch nicht mehr über Kriege. Oder vielleicht doch? In Kurzkrimis seziere ich Ehen und schaue Heiratsschwindlern auf die Finger, veröffentliche als die unvergleichliche S. Laughter höllisch böse Gruselgeschichten und schreibe in diversen Mundarten. Aktuelles Beispiel: Mein vierter Roman „Vor dem Erben kommt das Sterben“, der mich schreibend wieder zurück zu den Wurzeln führt, nämlich in meine Heimatstadt Köln – um ganz genau zu sein: ins Severinsviertel kurz vor dem Einsturz des Stadtarchivs.

Aber ganz egal ob Ehekrieg oder ganz große Liebe, ob Balkan, Bodensee oder Rheinland: Auf eins kann man sich bei mir verlassen: Ich mache es meinen LeserInnen nicht zu einfach. Auch wenn der Fall schon längst gelöst scheint – das Beste kommt immer zuletzt.